Der Fundort eines Pilzes kann Euch etwas über seine Ernährung sagen. Es gibt nämlich verschiedene Wege wie ein Pilz sich ernähren kann.
Es gibt zum Beispiel Pilze, die auf toten Baumstämmen wachsen, weil sie das Holz zersetzen und so ihre Nahrung erhalten. Diese Art von Pilzen nennt man Destruenten. In dieser Gruppe von Pilzen gibt es aber nicht nur Pilze, die Totholz zersetzen. Je nach Art werden auch andere tote organische Materialien zersetzt.
Andere Pilze wachsen in der Nähe von Bäumen, weil sie in einer partnerschaftlichen Beziehung mit diesen leben. So eine Beziehung heißt auch Symbiose. In so einer Lebensgemeinschaft hilft der Pilz dem Baum bei der Aufnahme von Nährstoffen und Wasser aus dem Boden. Im Gegenzug bekommt der Pilz vom Baum Zucker. Diese spezielle Form der Symbiose zwischen Pflanzen und Pilzen wird auch als Mykorrhiza bezeichnet.
Wenn Pilze auf noch lebenden Bäumen wachsen, dann ernähren sie sich auch von dem Zucker des Baumes, aber geben dem Baum nichts im Gegenzug dafür zurück. Er ist also ein Parasit für den Baum. Solche Pilze findet man oft bei geschwächten Bäumen.